Die historische Altstadt von Florenz
Die historische Altstadt von Florenz spiegelt die überragenden Leistungen der Stadt auf dem Gebiet der Architektur wider. Hierbei sind insbesondere zahllose Bauten von der Zeit der Protorenaissance bis zur Herrschaft der Medici im 15. und 16. Jahrhundert entstanden, die die enorme wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Stadt zu dieser Zeit belegen. Die Entstehung zahlloser Bauten der Stadt wurde dabei durch die Bankiers und Kaufleute der Stadt, gefördert. Die florentinsche Architektur ist insbesondere durch die zu Beginn des 15. Jahrhunderts durch Brunelleschi, Donatello und Masaccio formulierten Prinzipien der Renaissancearchitektur geprägt, die weit über die Stadt hinaus Bedeutung erlangt haben. Die historische Altstadt von Florenz wurde 1982 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen, wobei es hierzu im Antrag heißt, dass "jede Rechtfertigung hierfür lächerlich und unverfroren sei", da sich hier die "weltgrößte Anhäufung universell bekannter Kunstwerke"[1] befinde.
Kirchen
Zentrum der Florentiner Kirchen ist die romanisch-gotische Kathedrale Santa Maria del Fiore mit ihrer eindrucksvollen Kuppel von Filippo Brunelleschi. Die vom 12. bis 14. Jahrhundert gebaute Kirche steht Touristen offen. Zum Domkomplex gehören weiter der Campanile des Giotto südlich an der Kathedrale und das westlich vor der Kirche gelegene Baptisterium San Giovanni mit Paradiespforte. Wichtige Skulpturen aus der Kirche wie die Pietà Palestrina des Michelangelo sind im Dommuseum zu besichtigen.
Die Basilica di San Lorenzo stammt in ihrer ersten Version von 390 (von Ambrosius geweiht) und wurde 1425 von Brunelleschi im gotischen Stil umgebaut. An ihren Chor schließt sich zwischen den beiden Sakristeien des Brunelleschi und des Michelangelo die Medici-Kapelle an, die wie diese Grablegen der Familie Medici beherbergt. An einem Kreuzgang südlich der Kirche liegt die Biblioteca Medicea Laurenziana, gleichfalls nach Plänen des Michelangelo.
San Miniato in Florenz
Neptun-Brunnen in Florenz
Loggia dei Lanzi in Florenz
Piazzale Michelangelo in Florenz
Uffizien
Der Turm des DomsRomanisch: Baptisterium San Giovanni (11./12. Jahrhundert), San Miniato al Monte (11. Jahrhundert), Santi Apostoli (11. Jahrhundert)
Romanisch-gotisch: Badia Fiorentina (13./14. Jahrhundert), Orsanmichele (1337)
Gotisch: Santa Maria Novella, Santa Croce (mit Grabmälern von Michelangelo, Galileo Galilei, Machiavelli u.a., Denkmal für Dante).
Renaissance: Santo Spirito
Paläste
]Der Palazzo Pitti liegt gegenüber dem Piazza della Signoria auf der anderen Seite des Arno. In ihm befindet sich die ehemalige Privatsammlung der Medici, die eine umfassende Darstellung der Renaissancekunst erlaubt. Darunter sind Gemälde von Raffael. Angeschlossen an den Palast ist der Boboli-Garten mit eindrucksvoller Landschaftsgestaltung und vielen Skulpturen, dahinter der Belvedere, der einen Blick über die Stadt erlaubt.
Mittelalter
Bargello (Palazzo del Podestà)
Palazzo Davanzati
Palazzo Vecchio
Renaissance
Palazzo Medici Riccardi
Palazzo Rucellai
Palazzo Strozzi
Gärten
Boboli-Garten
Giardino Bardini
Nicht weit weg vom Forte Belvedere befindet sich dieser Garten. Man kann diesen Garten zusammen mit dem Boboli-Garten besichtigen.
Giardino delle Rose Unterhalb der Piazzale Michelangelo in westlicher Richtung in der Viale Giuseppe Poggi befindet sich dieser Garten.
Giardino dell'Iris Auch in der Nähe des Piazzale Michelangelo findet man diesen Garten. Allerdings ist dieser Garten nur im Mai für das Publikum geöffnet.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Die Uffizien, errichtet unter der Herrschaft der Medici als Verwaltungsgebäude für das Großherzogtum Toscana, beherbergen eines der wichtigsten Museen weltweit für klassische Kunst, insbesondere die italienische Malerei.
Sie liegen neben der Piazza della Signoria, dem Zentrum der historischen Altstadt. Hier sandten die Florentiner Dante 1301 ins Exil, hier verbrannten sie 1497 auf Aufforderung des Girolamo Savonarola im "Fegefeuer der Eitelkeiten" Schmuck, Kosmetika, Spiegel, Musikinstrumente und ähnliches und im darauffolgenden Jahr nach päpstlichem Urteil Savonarola selbst. Auf dem Platz befand sich ursprünglich Michelangelos David an der Frontseite des Palazzo Vecchio. Er wurde jedoch mittlerweile durch eine Kopie ersetzt, das Original befindet sich in der Accademia dell' Arte del Disegno. Auf dem Platz befindet sich zudem Bartolommeo Ammanatis marmorner Neptunbrunnen. Er bildet den Endpunkt eines noch funktionsfähigen Aquädukt aus römischer Zeit. Außer dem Palazzo Vecchio liegt die Loggia dei Lanzi an diesem wichtigsten Platz der Stadt.
Das Bargello-Museum konzentriert sich auf Bildhauerei und beherbergt Werke von Donatello, Giambologna und auch Michelangelo.
Die einzige Brücke, die den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, ist der Ponte Vecchio. Die das erste Mal von den Etruskern gebaute Brücke verbindet die Uffizien mit dem Palast der Medici. Sie zeichnet sich heute vor allem durch ihre beeindruckende Zahl an Ständen aus, die ihre Ränder bevölkern.
Biblioteca Medicea Laurenziana nach Plänen von Michelangelo neben der Basilika San Lorenzo
Universität (1321)
Accademia dell' Arte del Disegno
Archäologisches Museum
Naturhistorisches Museum
Nationalbibliothek
Santa Maria Maddalena dei Pazzi
San Marco
San Miniato al Monte
Villa Medici La Petraia
Der Vasarikorridor verbindet den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti